Dorfmobil KSK

0664/43 456 47

4564 Klaus 100

info@gemeinde-klaus.at

Betriebszeiten:

werktags

von 7.00 bis 19.00 Uhr

 

Bitte melden Sie Ihren Fahrtwunsch mindestens eine halbe Stunde vorher an, möglichst bereits am Vortag.

  
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Projektbeschreibung

  

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Ausgangspunkt

Die 1.200-Einwohner Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn (OÖ) besteht aus den Ortsteilen Klaus, Steyrling und Kniewas. Die Siedlungsstruktur ist gekennzeichnet durch zwei kleine, kompakte Siedlungskerne (Klaus, Steyrling) und durch ausgeprägte Streusiedlung.
 

Die Gemeindebürger müssen bis zu 8 km zum Dorfladen, zur Ärztin oder zur nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs zurücklegen. Durch die geringe Bevölkerungsdichte von 11 EW/km² ist herkömmlicher öffentlicher Verkehr in Teilen des Siedlungsgebiets zu unwirtschaftlich und daher nicht vorhanden.

Das Dorfmobil der Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn (OÖ) sichert als bedarforientiertes, öffentliches Verkehrsmittel die Mobilität jener Personen, die keinen Führerschein besitzen (viele ältere Personen, Frauen, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) oder keinen bzw. nicht immer einen PKW verfügbar haben.

 

 

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Eckdaten

• Mobile Vernetzung & Zubringer zu Öffentlichem Verkehr

Mit der zu erwartenden zukünftigen Veränderung der Siedlungsstrukturen, der Zunahme der Motorisierung und der Ausdünnung klassischer Angebote des Öffentlichen Verkehrs wird sich die Situation jener Personen, die nicht über ein Kfz verfügen, drastisch verschlechtern. Dies betrifft nicht nur die Mobilität, sondern auch die Versorgung mit öffentlichen Gütern und sozialen Dienstleistungen. Das Dorfmobil KSK wurde als attraktives Angebot im Öffentlichen Verkehr dünn besiedelter ländlicher Regionen konzipiert .
 

      Großen Zuspruch findet auch die Kooperation mit dem ebenfalls als Verein geführten Dorfladen:

      wer für mehr als 20€ im Dorfladen einkauft, fährt gratis mit dem Dorfmobil zum Dorfladen.

 

Mobilität durch das Dorfmobil ermöglicht auch GemeindebürgerInnen ohne eigenes Auto uneingeschränkt am sozialen Leben teilzunehmen und (Versorgungs-)Einrichtungen innerhalb der Gemeinde (Dorfladen, Ärztin, Bank etc.) leichter zu erreichen. Das Dorfmobil gewährleistet als Zubringer zu Bahn und Bus eine bessere Anbindung an das bestehende öffentliche Verkehrsangebot, reduziert Bring- und Holdienste und trägt auch zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.

Das erste Betriebsjahr des Dorfmobils wurde wissenschaftlich begleitet. Das Projekt Dorfmobil trifft nicht nur regional sondern auch EU-weit auf großes Interesse. Individuell angepasst könnte es durchaus als attraktive Ergänzung des Öffentlichen Verkehrs für weitere dünn besiedelte ländliche Regionen sinnvoll sein.
 

 

• Auszüge einer Fahrgastbefragung

 

 

 

Rund 40% der Befragten haben das Dorfmobil benutzt,

um Bekannte zu besuchen oder an Veranstaltungen teilzunehmen.

Ca. ein Drittel fuhr mit dem Dorfmobil von/zu Bus oder Bahn.

13% haben Einkäufe beim Nahversorger der Gemeinde erledigt.
 

Überproportional hoch ist der Anteil der Dorfmobil-Benutzer in den Altersgruppen der unter 18-Jährigen und der über 65-Jährigen, also jenen Altersgruppen, die nicht bzw. selten über einen PKW verfügen.

Tatsächlich haben zwei Drittel der Befragten Dorfmobil-Nutzer keinen Führerschein.

 

 

 

Über 70% der Befragten fühlen sich seit Einführung des Dorfmobils viel flexibler und unabhängiger.

(Dieser Anteil ist v.a. bei den unter 14-Jährigen und den über 65-Jährigen mit fast 90% sehr hoch. 40% der über 65-Jährigen gaben an, seit Einführung des Dorfmobils wieder mehr im Ort unterwegs zu sein und Bekannte zu treffen.)
 

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Highlights

Solidaritätspreis

Im Mai 2009 wurden wir mit dem Solidaritätspreis der OÖ Kirchenzeitung ausgezeichnet.

>>Bericht der Kirchenzeitung, KIZ Ausgabe 2009/22

Mobilitätspreis

Im September 2009 erhielten wir den Mobilitätspreis des VCÖ (Verkehrsclubs Österreich) in der Kategorie "Organisationen und Vereine".

 

Besuch aus Norwegen

Im Juni 2007 besuchte uns eine Abordnung aus Norwegen, die das Dorfmobil für dünnbesiedelte Regionen in Norwegen übernehmen möchte.

Internationaler Besuch

Eine internationale Delegation des EU-Projekts ARTS (Actions on the integrations of rural transport services) 
besuchte uns im Feber 2003 und testete das Dorfmobil vor Ort.

 

Start des Dorfmobils 

Am 15. Dezember 2002 startete das Dorfmobil begleitet von großem Medieninteresse.

 

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Projektbegleitung

Die Projektbetreuung und wissenschaftliche Begleituntersuchung erfolgte während  der Gründungsphase und im ersten Betriebsjahr durch das Institut für Verkehrswesen an der Universität für Bodenkultur Wien.

Das Dorfmobil wurde im Rahmen des EU-Projekts ARTS (Actions on the integrations of rural transport services) evaluiert, das die Effizienz innovativer Mobilitätsangebote in dünn besiedelten ländlichen Regionen untersucht.

Institut für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien
1190 Wien   Peter Jordanstraße 82

Tel.: 01 47654 5341 Fax: 01 47654 5344

 

Kontaktpersonen:

Dr. Michael Meschik und DI Dagmar Meth

 

ARTS homepage:  http://www.rural-transport.net/

 

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